Psychotherapie

Manchmal können die Lebensumstände, die äußeren Bedingungen oder auch die eigene persönliche Entwicklung es sinnvoll machen, sich nicht nur für den körperlichen Bereich, sondern auch für Geist und Seele einiger Unterstützung zu bedienen. Dabei ist es grundsätzlich egal, ob sich ‘das Problem‘ im eigenen Verhalten, in den Gedanken oder Gefühlen zeigt.

Die humanistische Psychologie und Psychotherapie:

Sie ist keineswegs eine „Technik“ oder ein psychotherapeutisches Verfahren, sondern vielmehr die gemeinsame Grundannahme darüber, was den Menschen ausmacht. Ganz im Gegensatz zur klassischen Psychoanalyse und zur Verhaltenstherapie versteht sie den Menschen als freies Wesen, das in der Lage ist, über sich selbst zu bestimmen und vor allem, sich stetig (weiter-) zu entwickeln.

Die Frage ist also: Was ist der Mensch (mein Gegenüber) eigentlich, wodurch zeichnet sich das Menschsein aus und was will dieser Mensch letztendlich?

Auf der Seite https://intrapsychisch.de/das-menschenbild-der-humanistischenpsychologie/ sind die grundlegenden Prämissen der praktischen Arbeit im Sinne der Humanistischen Psychologie, die als Ausgangspunkte der unterschiedlichen Theorien dieses Spektrums verstanden werden können, kurz und prägnant dargestellt:

  • Der Mensch ist nicht determiniert (vorherbestimmt); er ist vielmehr frei, über sich selbst zu entscheiden.
  • Der Mensch ist nicht als Summe seiner Teile zu verstehen, sondern als Ganzheit.
  • Der Mensch ist immer eingebunden in zwischenmenschliche Kontexte und folglich immer in diesen zu betrachten.
  • Der Mensch vollzieht seine Existenz in der Ausrichtung auf selbstgesetzte Ziele.

Fußend auf der humanistischen Psychologie verwende ich in der Praxis ganz überwiegend Elemente der ‚personenzentrierten Gesprächstherapie nach C.G. Rogers‘ und der ‚Transaktionsanalyse‘, lasse jedoch auch systemische Ansätze nicht außer Acht und nicht zuletzt darf auch in der Psychotherapie der Humor nicht ganz zu kurz kommen – es darf und wird auch gelacht werden …

Wie können Sie sich eine Therapiestunde vorstellen?

  • Wenn Sie viele konkrete Anweisungen oder Handlungsempfehlungen erwarten, muss ich Sie enttäuschen; es geht darum, dass Sie selbst Ideen und Gedanken entwickeln, die Ihnen weiterhelfen. Dabei möchte ich Ihnen helfen.
  • Ich gebe Ihnen einen sicheren Rahmen, in dem Sie sich frei bewegen können.
    • Sie liegen nicht auf einer Couch mit einem unsichtbaren (und meist unhörbaren) Therapeuten hinter sich, sondern
    • wir sitzen uns in zwangloser Atmosphäre gegenüber und reden MITeinander.
    • Was mich wirklich interessiert, ist nicht etwa eine Diagnose, sondern vielmehr der Mensch, mit dem ich reden darf. Ich möchte, dass wir gemeinsam entdecken, welche  Potentiale, Erfahrungen, Ängste, Nöte und auch Hoffnungen Sie mitbringen; darauf können wir aufbauen.
    • Sie ganz alleine bestimmen, über was wir reden und über was nicht.
      • Ich respektiere, was Sie (vielleicht noch) nicht ansprechen wollen oder können.
      • Meine Fragen haben ein Ziel:
        • Ich möchte, dass wir beide – Sie und ich – verstehen, was Sie wirklich meinen, empfinden oder fühlen
        • In Ihre Welt einzutauchen bedeutet nicht etwa, Ihnen meine Sichtweise darzulegen. Vielmehr will ich erreichen, dass wir beide das, was gerade ist, so sehen, wie es gerade ist.