Akupunktur und Akupressur

Modell mit den wichtigsten Akupunkturpunkten und Meridianen

Akupunktur und Akupressur gehören zu den Regulationstherapien. Ihnen liegt ein von der westlichen Schulmedizin völlig abweichendes Gedankenkonstrukt und Körperbild zugrunde.

Die traditionelle chinesische Medizin zielt darauf ab, die verschiedenen Aspekte der Lebensenergie (Qi) in einen harmonischen Ausgleich zu bringen.

Der Körper (und Geist) braucht stets Yang-Energie, die sich mit ‚männlich, gebend, aktiv, bewegend, …‘ beschreiben lässt und ebenso Yin-Energie, als ‚weiblich, nehmend, passiv, ruhend, …‘ beschrieben. Beide müssen sich in ausgeglichenem Verhältnis ergänzen. Der Fünf-Elemente-Lehre des Daoismus entsprechend können den Energien weitere dynamische Qualitäten zugeordnet werden, die sich wechselseitig beeinflussen, kontrollieren und Wandlungsphasen im stetig wiederkehrenden Prozess des Werdens, des Wandels und des Vergehens symbolisieren: Holz, Feuer, Metall, Wasser, Erde.

Diese Energien fließen auf speziellen Bahnen (Meridianen), die in der westlichen Schulmedizin keine Entsprechung finden. Jedoch kann an verschiedenen Punkten dieser Bahnen Einfluss auf einen gestörten Energiefluss genommen werden und diesen wieder in Gang bringen. Dies geschieht im Wesentlichen durch das Einstechen von feinen Nadeln, durch (manuellen) Druck oder Moxibustion (zufuhr von Wärme).

Andere Traditionen gehen von etwas abweichenden Modellen aus. So z.B. die Schädelakupunktur nach Yamamoto (YNSA). Ausgangspunkt ist hier die Erkenntnis, dass sich verschiedene Körperregionen oder Organe an einzelnen Punkten (bzw. Feldern) des Kopfes (des Ohrs, des Unterbauchs, …) widerspiegeln. Über die Beschaffenheit des Gewebes dort kann man ein Bild über den jeweiligen Zustand ableiten und auch mit o.g Methoden Einfluss nehmen.

Je nach Beschwerdebild und/oder Tastbefund der entsprechenden Punkte/Felder, werden einzelne Punkte stimuliert.